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RSI-Indikator einfach erklärt – mit Beispiel

Der Relative Strength Index zeigt, wo im Markt Spannung steckt. Was er misst, wie du ihn liest und warum er nie allein entscheidet.

Aktualisiert: 11. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 6 Min · von Surge Atlas

Kurz erklärt

Der RSI (Relative Strength Index) ist ein Momentum-Oszillator, der Kursgewinne und -verluste über meist 14 Perioden vergleicht und auf einer Skala von 0 bis 100 darstellt. Werte über 70 gelten als überkauft, unter 30 als überverkauft. Er zeigt, wo Spannung ist – aber nicht, wann sie sich löst, und ist deshalb kein Kaufsignal für sich allein.

Der RSI ist einer der bekanntesten Indikatoren der technischen Analyse – und einer der am häufigsten falsch verwendeten. Hier erfährst du, was er misst, wie du ihn liest und wo seine Grenzen liegen.

Was misst der RSI?

Der Relative Strength Index ist ein Momentum-Oszillator. Er vergleicht die durchschnittlichen Kursgewinne mit den Verlusten über einen Zeitraum und drückt das auf einer Skala von 0 bis 100 aus. Standard ist eine Periode von 14. Die Software rechnet das für dich.

Die drei Lesarten, die zählen

Überkauft und überverkauft (70 / 30)

Über 70 gilt als überkauft, unter 30 als überverkauft. Das ist keine Kauf- oder Verkaufsschwelle: In einem starken Aufwärtstrend bleibt der RSI tagelang über 70. Überkauft heißt „stark gestiegen", nicht „fällt gleich".

Die 50er-Linie

Über 50 überwiegt tendenziell positives Momentum, darunter negatives. Viele nutzen die Linie als groben Trendfilter.

Divergenzen

Macht der Kurs ein neues Hoch, der RSI aber nicht, ist das eine bärische Divergenz – die Bewegung verliert Kraft. Umgekehrt die bullische Divergenz.

Beispiel in Euro

Die fiktive Nordwind AG steigt von 40 € auf 52 €, der RSI auf 78. Ein Anfänger shortet sofort und liegt daneben, weil der Trend stark ist – der Kurs läuft auf 56 €. Ein geübter Trader wartet, bis der RSI unter 70 zurückfällt und eine Divergenz entsteht. Der RSI sagt dir, wo Spannung ist, nicht wann sie sich löst.

Die häufigsten Fehler

  • Allein handeln. Ohne Kontext aus Trend und Volumen sind 30 und 70 wertlos.
  • Gegen den Trend. In klaren Trends ständig Fehlalarm.
  • Periode verstellen, bis es passt. Das ist Kurvenanpassung, kein Lernen.

Erfahrene Trader kombinieren den RSI mit anderen Werkzeugen – etwa dem MACD – und erst nachdem Stop-Loss und Positionsgröße feststehen.

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Keine Anlageberatung. Dieser Artikel dient ausschließlich der Bildung und allgemeinen Information. Er ist keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Alle Beispiele sind konstruiert, Firmennamen frei erfunden, alle Beträge in Euro.

Hinweis zu künstlicher Intelligenz: Dieser Text wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung inhaltlich geprüft.